Willkommen in Genua – La Superba!
Es gibt Momente auf Reisen, die man einfach nicht vergessen kann. Dieser Moment, wenn man die Piazza San Lorenzo betritt und plötzlich dieser gigantische, schwarz-weiß gestreifte Dom vor einem auftaucht – das ist so ein Moment. Die Kathedrale San Lorenzo dominiert den gesamten Platz mit ihrer unglaublichen romanisch-gotischen Fassade, die wie ein riesiges Schachbrettmuster aus dunklem Grün und hellem Marmor leuchtet. Man steht dort, breitet die Arme aus und kann kaum glauben, dass dieser Ort nicht auf jeder Bucket-List der Welt steht.
Der Dom San Lorenzo – Ein Meisterwerk
Der Cattedrale di San Lorenzo wurde im 12. Jahrhundert erbaut und über die Jahrhunderte immer weiter ausgebaut und verschönert. Die Fassade aus abwechselnden Streifen von weißem und dunkelgrünem Marmor ist charakteristisch für den ligurischen Baustil und macht die Kathedrale zu einem der auffälligsten Gotteshäuser ganz Italiens. Besonders beeindruckend sind die drei großen Portale, die mit unzähligen Reliefs und Skulpturen verziert sind. Das riesige Rosettenfenster in der Mitte der Fassade setzt dem Ganzen die Krone auf. Im Inneren wartet das Museo del Tesoro di San Lorenzo mit wertvollen Reliquien und Kunstschätzen auf neugierige Besucher.
Genuas Altstadt – UNESCO Welterbe
Genua besitzt die größte mittelalterliche Altstadt Europas – die Caruggi. Diese engen, verwinkelten Gässchen sind ein Labyrinth aus Geschichte, Gerüchen und Farben. Überall hängt frische Wäsche zwischen den hohen Häuserfassaden, kleine Läden verkaufen lokale Spezialitäten, und um jede Ecke wartet eine neue Überraschung. Die Via Garibaldi, auch Strada Nuova genannt, ist ein absolutes Highlight: Hier reihen sich prächtige Palazzi aus dem 16. und 17. Jahrhundert aneinander, von denen viele heute Museen beherbergen. Die sogenannten Rolli-Palazzi gehören seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Kulinarische Highlights – Mehr als Pesto
Genua ist die Heimat des echten Pesto alla Genovese, und hier schmeckt es tatsächlich anders als überall sonst auf der Welt. Das Geheimnis liegt im lokalen Basilikum, dem Pecorino und dem kaltgepressten Olivenöl aus Ligurien. Aber die Stadt hat noch viel mehr zu bieten: Focaccia al formaggio aus dem Nachbarort Recco, Farinata – ein knuspriger Kichererbsenpfannkuchen – und frische Meeresfrüchte vom alten Hafen. Der Mercato Orientale, Genuas lebhafter Markt, ist ein Paradies für Foodies und sollte auf keiner Reise fehlen.
Der Porto Antico – Genuas Herzschlag
Der alte Hafen, umgestaltet vom Star-Architekten Renzo Piano, ist heute das moderne Herzstück der Stadt. Das Aquarium von Genua – eines der größten Europas – zieht Familien und Meeresenthusiasten gleichermaßen an. Die alte Bigo-Konstruktion bietet einen Panoramablick über Stadt und Hafen. Abends füllen sich die Bars und Restaurants entlang der Hafenpromenade, und das Leben pulsiert bis spät in die Nacht.
Mein Fazit – Genua entdecken!
Genua ist die Stadt, die man nicht erwartet und dann umso mehr liebt. Hier trifft mittelalterliche Architektur auf lebendige Hafenkultur, authentische Küche auf Weltklasse-Kunst. Wer Italien abseits der ausgetretenen Pfade erleben möchte, sollte unbedingt nach Genua kommen – und sich, so wie ich, vor dem Dom San Lorenzo die Arme ausbreiten und einfach strahlen.